In der City, für die City: Das Präventionsteam der Polizeiinspektion Mitte stellt sich vor

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In der City, für die City: Das Präventionsteam der Polizeiinspektion Mitte stellt sich vor

Es hätte ein schöner Abend werden können. Man saß zusammen, lachte, aß und trank. Das Restaurant war voll, ständig suchten neue Gäste nach freien Plätzen. Ihre Handtasche hing über der Stuhllehne, und als sie bezahlen wollte, war das Portemonnaie weg. Was nun? Zur Polizei gehen? Auf jeden Fall die Karten sperren lassen und irgendwie nach Hause kommen. „Ich hatte nicht einmal mehr Geld für das Parkhaus, war völlig durcheinander und wusste mir nicht zu helfen“, erinnert sich die Bestohlene an diesen Abend, der so schön begonnen hatte und so übel endete. Christopher Fredebohm kennt viele solcher Geschichten:

„Die Vorgehensweise der Taschendiebe wird immer dreister. Da gibt es immer wieder Neues. Aber wir kennen das und geben die Informationen gerne weiter.“

Die Polizei, dein Freund und Helfer, das ist für Christopher Fredebohm nicht nur ein Slogan, sondern sein täglicher Job, denn er ist Kontaktbeamter. Was viele nicht wissen: Kontaktbeamte gibt es nicht nur in Kleinstädten und auf dem Dorf, sondern auch in einer Großstadt wie Hannover. Die Kontaktbeamten gehören zum Präventionsteam der Polizei, das von Polizeihauptkommissar Michael Kaupe, dem Beauftragten für Jugendsachen und Kriminalprävention, geleitet wird. Die Aufgaben des Präventionsteams, zu dem auch der Verkehrsicherheitsberater Polizeihauptkommissar Andreas Hampel gehört, sind das Thema Verkehrssicherheit, aber vor allem die Prävention, das Vorbeugen und Verhindern von Straftaten durch Aufklärung, zum Beispiel durch Workshops, Vorträge und Lehrgänge. Die Arbeit bezieht sich generell auf alle Altersgruppen, aber insbesondere auf Jugendliche.

Polizeikommissar Fredebohm und seine zwei Kollegen sind die Kontaktbeamten der Polizeiinspektion Mitte, die für den Innenstadtbereich zuständig ist. Hier sind sie die Ansprechpartner für alle Bürger, für die Innenstadtbesucher ebenso wie für die Geschäftsleute und Anwohner vor Ort.

Polizeidirektion Mitte - Hannover

„Wir sind grundsätzlich nicht repressiv tätig, sondern präventiv. Das heißt, wir informieren, wir suchen das Gespräch, wir pflegen den Kontakt“, erläutert er und weist ganz besonders daraufhin, dass das Angebot seiner Dienststelle natürlich stets kostenlos ist.

Straftaten, wie eingangs geschildert, lassen sich mit den richtigen Vorsichtsmaßnahmen durchaus verhindern, sagen die Experten Kaupe und Fredebohm. „Egal ob Weihnachtsshopping, Messezeit oder verkaufsoffener Sonntag – wenn die Einkaufsstraßen, Geschäfte und Restaurants voll sind, haben Kriminelle leichtes Spiel.“ Aber auch Christopher Fredebohm und seine Kollegen sind dann in der City unterwegs und versichern:

„Wir haben einen Blick für die Gefahrensituationen und sprechen auch die Bürger an, wenn wir beobachten, dass sie leichtsinnig mit ihrer Habe umgehen.“
Kontaktbeamten sind leicht zu erkennen. Zwar tragen sie auch die übliche Polizeiuniform, aber ihr Hemd ist nicht dunkelblau, sondern weiß. Dazu kommt oft noch eine Weste mit der Rückenaufschrift „Polizei Präventionsteam“.

Berührungsängste mit der Polizei muss hier niemand haben. „Bitte sprechen Sie uns jederzeit an. Wir sind offen für alle Belange, auch solche, die nicht 110 bedürfen. Wer also einen Ladendiebstahl melden will, der sollte bitte die 110 anrufen. Aber generell sind wir für Sie da, wir nehmen auch Anzeigen auf, und wir haben Zeit für Sie“, betont Christopher Fredebohm.

Poliinspektion Mitte stellt sich vor
Für eine Großansicht, bitte auf die Grafik klicken.

Wichtig ist es, so rät der Kontaktbeamte, auf jeden Fall Anzeige zu erstatten, wenn eine Straftat geschehen ist. Hat doch eine unlängst veröffentlichte Studie des Landeskriminalamts festgestellt, dass viele Bürger davor zurückschrecken oder es für nicht wichtig erachten, im Ernstfall die Polizei einzuschalten. Darüber kann Fredebohm nur den Kopf schütteln. „Doch, tun Sie es“, sagt er. „Es macht Sinn, denn jeder Fall wird bearbeitet und ist wichtig. Auch jede Meldung wird zeitnah und schnell durch die Polizei abgearbeitet. Aber, und auch das liegt uns sehr am Herzen, der Anrufer sollte wissen, wie er sein Anliegen richtig kommuniziert.“

Viele Menschen hätten aus falsch verstandenem Respekt vor der Polizei, oder weil sie ihr Problem für nicht so gravierend halten, Angst oder Bedenken, die Notrufnummer zu wählen. „Wenn sie es dann aber doch tun, transportieren sie eventuell die Botschaft missverständlich. Wenn also gerade aktuell eine Schlägerei stattfindet, dann fahren die Einsatzfahrzeuge zuerst dorthin und zu dem Ladendiebstahl erst auf dem Rückweg. Anders ist es, wenn der Täter noch im Objekt ist. Das sind aber Informationen, die das Lage- und Führungszentrum braucht, um adäquat und schnellstmöglich die entsprechenden Maßnahmen zu treffen.“

Mit der City-Gemeinschaft Hannover arbeiten die Kontaktbeamten der Polizeiinspektion Mitte eng zusammen, denn sie bieten den Geschäften und Gastronomen in der Innenstadt gezielt Informationsgespräche und Schulungen für alle relevanten Bereiche an. „Diese Kontakte pflegen wir sehr gern und sehr intensiv. Da geht es um Trickbetrügereien in Geschäften, um Ladendiebstahl, um das Umgehen von elektronischen Sicherheitsvorkehrungen und vieles mehr. Wir versuchen hier, die Geschäftsinhaber und die Angestellten auf dem Laufenden zu halten, gern auch ganz individuell und zu speziell vereinbarten Zeiten, so dass der Betrieb nicht gestört wird. Wir beraten objektiv und versuchen diesbezüglich alles möglich zu machen. Und wenn wir auf ein Problem angesprochen werden, für das wir nicht zuständig sind, dann kennen wir mit Sicherheit die passenden Ansprechpartner.“

Daher der Appell der Kontaktbeamten an die Mitglieder der City-Gemeinschaft: „Erschrecken Sie nicht, wenn in Ihrem Geschäft plötzlich die Polizei steht. Wir möchten uns nur vorstellen und mit Ihnen ins Gespräch kommen.“ Aber“, so Christopher Fredebohm, „in den letzten Jahren sind da schon sehr gute und enge Kontakte entstanden. Man kennt sich. Nur das Ausfüllen der EVA-Bögen klappt noch nicht richtig.“

Hinter „EVA“ verbirgt sich die „Externe Verantwortlichen Datei“ der Polizei. Der Fragebogen dazu, den die Kontaktbeamten überall verteilen, sollte unbedingt ausgefüllt und an die Polizei zurückgesandt werden, denn das bringt Vorteile. Bei einem nächtlichen Einbruch in ein Ladengeschäft muss das Geschäft gesichert werden. Mit Hilfe der EVA-Datei können im Ernstfall die Verantwortlichen sofort informiert werden und dann für eine kostengünstigere Sicherung sorgen. „Daher appellieren wir immer an die Geschäftsinhaber, diesen Bogen auszufüllen und zurück zu geben“ sagt Christopher Fredebohm, denn: „Wir sind immer mit Freude dabei, die Bürger zu informieren und ihnen zu helfen.“

Ihr Präventionsteam

Kontaktdaten:
Polizeiinspektion Mitte
Herschelstr. 35-36
30159 Hannover
Telefon: 0511 – 109-2815
Email: praevention@pi-h-mitte.polizei.niedersachsen.de

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